{"id":3955,"date":"2021-05-07T13:17:23","date_gmt":"2021-05-07T11:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/lsc-group.lu\/?p=3955"},"modified":"2022-03-16T10:48:16","modified_gmt":"2022-03-16T09:48:16","slug":"wie-drohnen-im-weinbau-nutzlich-sein-konnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lsc-group.lu\/de\/wie-drohnen-im-weinbau-nutzlich-sein-konnen\/","title":{"rendered":"Wie Drohnen im Weinbau n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_section full_width=&#8220;stretch_row_content&#8220; el_id=&#8220;single-post-header-intro&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1644491930967{background-image: url(\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Blog.png?id=3319) !important;}&#8220;][vc_row full_width=&#8220;stretch_row_content_no_spaces&#8220;][vc_column][vc_single_image image=&#8220;3319&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1644491965247{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][\/vc_section][vc_section][vc_row][vc_column][vc_column_text el_id=&#8220;single-post-breadcrumbs&#8220; el_class=&#8220;colored al-right&#8220;]<a href=\"\/actualites\">Actualit\u00e9s<\/a> &gt; <u>Wie Drohnen im Weinbau n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen<\/u>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text el_id=&#8220;post-title-element&#8220;]<\/p>\n<h1>Wie Drohnen im Weinbau n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen<\/h1>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_id=&#8220;post-share-placeholder&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][\/vc_section][vc_section][vc_row el_class=&#8220;img-float-right-row&#8220;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;single-post-top-ex&#8220;]<strong>Bald sieht man sie wieder, die Helikopter, die \u00fcber Weinberge fliegen und Pflanzenschutzmittel in Spr\u00fchspiralen auf den Reben verteilen. Anwohner werden sich \u00fcber den L\u00e4rm \u00e4rgern, manch ein Spazierg\u00e4nger wird von Wolken des Pflanzenschutzmittels umnebelt. Es ist optisch ein Spektakel und der Einsatz von Spritzhelikoptern ist unbestritten vorteilhaft f\u00fcr steile Lagen, doch leider auch mit einigen Nachteilen verbunden.<\/strong>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;3956&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1647002055660{margin-bottom: 0px !important;}&#8220; el_class=&#8220;post-float-img&#8220;][vc_column_text el_class=&#8220;black&#8220;]<strong><em>\u201eViel Pflanzenschutzmittel landet auf dem Boden und nicht auf den Pflanzen\u201c, erkl\u00e4rt der ehemalige Spritzhubschrauberpilot Stephan Freimut. Abgesehen davon sei es ein sehr gef\u00e4hrlicher Beruf. Freimut hatselbst einige Kollegen durch Unf\u00e4lle verloren. Die ganze Branche sucht nach neuen M\u00f6glichkeiten, effizienter und ungef\u00e4hrlicher zu arbeiten.<\/em><\/strong>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;black&#8220;]<\/p>\n<h3 class=\"bordered-heading colored\"><strong>Nachhaltiger Weinbau<\/strong><\/h3>\n<p>Ein Forscherteam hat sich daher das Ziel gesetzt, Drohnen zu entwickeln, die diese Arbeit \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. <strong>F\u00fcr das Forschungsprojekt gibt es sieben Millionen Euro, es wird zum Teil durch das Rahmenprogramm Horizon 2020 finanziert, eine Initiative der EU, die innovative Ideen f\u00f6rdert<\/strong>. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und soll den Weinbau nachhaltiger gestalten. Eine Winzerin aus Remich, die auch Biologin ist, ist mit dabei, ebenso sowie Entwickler von Robotern und Umweltwissenschaftler.<\/p>\n<p>Die fliegenden Roboter sollen aber nicht nur biologische Pflanzenschutzmittel ausbringen, sondern auch untersuchen, wie es um die Gesundheit jeder einzelnen Rebe steht: erkennen, ob sie krank oder von Sch\u00e4dlingen befallen sind, ob sie an einem N\u00e4hrstoff- oder Wassermangel leiden. Die Drohnen sollen den Weinbau digitalisieren.<\/p>\n<p>\u201eNicht jede Drohne wird die gleichen Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen\u201c, sagt Miguel Mendez, ein Professor der Universit\u00e4t Luxemburg, der eigentlich Roboter f\u00fcr das Weltall entwickelt. Sonst w\u00e4ren sie zu schwer. <strong>Verschiedene Drohnen m\u00fcssen mit verschiedenen Sensoren und verschiedenen Programmen ausgestattet sein<\/strong>. Eine scannt beispielsweise die Gel\u00e4ndetopographie und pr\u00fcft, wann und wo Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden muss. Eine andere hat den entsprechenden Tank an Bord und wird von einer weiteren Drohne mit einem Auftrag zum Austragungsort beordert. Wieder eine andere hat die Umgebung im Blick. Kommen irgendwo Menschen? Bitte alle stehen bleiben, damit kein Spazierg\u00e4nger etwas abbekommt \u2013 das k\u00f6nnte der Auftrag an alle sein.<\/p>\n<p>Das Zusammenspiel der Drohnen soll so weit gehen, dass wenn bei einer von ihnen ein Sensor ausf\u00e4llt, die \u00fcbrigen Drohnen die defekte mit Informationen versorgen, so dass diese trotz eigener Schwierigkeiten problemlos weiterarbeiten kann. Sie werden so verkn\u00fcpft sein, dass jede Drohne genau wei\u00df, wann die andere was erledigt. Wie ein gro\u00dfes Expertenteam, das sich wortlos versteht. Der Fachbegriff daf\u00fcr ist \u201ecollaborative sensor fusion\u201c.<\/p>\n<p>Wie genau die Programme aussehen m\u00fcssen, wird derzeit gepr\u00fcft. <strong>Aktuell untersucht Gilles Rock, Geograf und Experte im Bereich Fernerkundung, wie man Robotern beibringt Krankheiten zu erkennen und zu unterscheiden<\/strong>. Es ist zumindest teilweise mit Menschen vergleichbar. \u201eEine erh\u00f6hte Temperatur der Pflanzen ist ein Indikator f\u00fcr eine Krankheit\u201c, erkl\u00e4rt er. Die Kunst bestehe dann darin herauszufinden, um welche Krankheit es sich genau handelt und was die Ursache daf\u00fcr sei. Dazu benutzt er spezielle Kameras an den Drohnen. Das ganze Projekt l\u00e4uft auch unter dem Stichwort Pr\u00e4zisionslandwirtschaft.<\/p>\n<p>Derzeit wird dort, wo der Hubschrauber nicht hinkommt, mit dem Traktor gearbeitet. Vor allem nach Regenf\u00e4llen verdichtet dieser aber durch sein hohes Gewicht den Boden und schadet der Umwelt. Die Drohnen dagegen fliegen zwei bis drei Meter \u00fcber den Rebst\u00f6cken. Neben der ausbleibenden Bodenverdichtung komme das Pflanzenschutzmittel auch da an, wo es hinkommen soll \u2013 und auch in der richtigen Menge, erkl\u00e4rt Winzerin Corinne Kox. Die Drohnen seien mit speziellen D\u00fcsen ausgestattet, so dass das Pflanzenschutzmittel die Unterseite der Bl\u00e4tter und die dahinter versteckten Trauben erreiche.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;black&#8220;]<\/p>\n<h3 class=\"bordered-heading colored\"><strong>Fluch und Segen zugleich<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Damit auch die Winzer die Drohnen nutzen k\u00f6nnen, die keine Robotikexperten sind, werde viel Arbeit in die Benutzerfreundlichkeit gesteckt, erkl\u00e4rt Holger Voos, Professor f\u00fcr Robotik an der Universit\u00e4t Luxemburg. Wer derzeit mit solchem Arbeitsger\u00e4t hantiere, der brauche viel fachspezifisches Wissen. Diese Expertise soll allerdings in eine leichte Sprache \u00fcbersetzt werden. Jeder Winzer soll damit arbeiten und etwa die Katastergrenzen seiner Parzellen einprogrammieren k\u00f6nnen. <strong>Die gro\u00dfe Vision ist: Nur noch einen Knopf dr\u00fccken und die Drohnen fliegen los, machen ihre Arbeit und kommen unaufgefordert zur\u00fcck<\/strong>. Dies soll der Nachhaltigkeit im Weinbau dienen.<\/p>\n<p>Das Forschungskonsortium arbeitet lediglich mit Bio-Pflanzenschutzmitteln. Die europ\u00e4ischen, heimischen Reben bes\u00e4\u00dfen keine eigenen Resistenzeigenschaften. \u201eSonst br\u00e4uchten wir das Projekt nicht\u201c, sagt Kox. \u201eWir m\u00fcssen auf vorbeugende Ma\u00dfnahmen zur\u00fcckgreifen.\u201c Das gilt f\u00fcr den biologischen als auch f\u00fcr den konventionellen Weinbau. Um Pilze zu vermeiden, spritzt sie Schwefel und Kupfer. Es gehe darum, nur noch so viel Mittel zu verwenden, wie wirklich notwendig ist, um die Trauben gesund zu erhalten.<\/p>\n<p>Die Spritzdrohnen, die das Konsortium verwendet, wiegen 42 Kilogramm, kommen aus der Schweiz und wurden von der Firma Aero41 f\u00fcr den Weinbau entwickelt. In der Schweiz k\u00e4men sie auch schon zum Einsatz, allerdings brauche man noch einen Piloten, der sie steuert. 2019 sei die Gesetzgebung dazu noch unklar gewesen, erkl\u00e4rt Kox. In den Vorgaben der EU zu Pflanzenschutzmitteln seien Drohnen damals noch nicht ber\u00fccksichtigt worden. Das habe sich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>F\u00fcr den professionellen Einsatz von Drohnen wird eine Genehmigung erforderlich sein. Wie so h\u00e4ufig bei neuer Technologie liegen Fluch und Segen eng beieinander. Wie n\u00fctzlich sie sein k\u00f6nnen, zeigt die Forschung. <strong>Es h\u00e4ufen sich aber auch illegale Flugman\u00f6ver und Beinahe-Kollisionen mit Menschen oder Flugzeugen sowie Beschwerden \u00fcber Sp\u00e4hangriffe<\/strong>.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;black&#8220;]<\/p>\n<h3 class=\"bordered-heading colored\"><strong>Weitere Anwendungsgebiete<\/strong><\/h3>\n<p>Deswegen gibt es klar definierte Regeln. Wenn beispielsweise ein Helikopter kommt, m\u00fcssen alle Drohnen, die in der N\u00e4he sind, direkt zum Boden. Es werde gr\u00f6\u00dfter Wert auf die Sicherheitsvorschriften gelegt, erkl\u00e4rt Mendez. Darauf, dass die Drohnen nicht unkontrolliert abst\u00fcrzen oder durch Cyber-Angriffe kontrolliert werden k\u00f6nnen, in anderer Leute Wohnzimmer hinein sp\u00e4hen oder zur Industriespionage genutzt werden.<\/p>\n<p>Dieses Konzept wird nicht nur im Weinberg erprobt. Das gesamte Projekt hei\u00dft <strong>SESAME (Secure and safemulti-robot systems)<\/strong> und hat viele Partner. Beteiligt sind beispielsweise die Domaine L&amp;R Kox, Luxsense, SnT (securityandtrust) und Aero41. Die Technik, die dabei entsteht, wird auch in vier weiteren Pilotprojekten validiert. In Krankenh\u00e4usern sorgen Roboter etwa daf\u00fcr, dass selbstst\u00e4ndig Fl\u00e4chen desinfiziert werden. In der Fertigungsindustrie, der Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft und in der Infrastrukturinspektion werden daneben weitere Einsatzm\u00f6glichkeiten erprobt.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;al-center black&#8220;]<strong><em>Redakteur : Clemens Sarholz<\/em><\/strong><br \/>\n<strong><i>Artikel ver\u00f6ffentlicht in<\/i><\/strong>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;3960&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; onclick=&#8220;custom_link&#8220; img_link_target=&#8220;_blank&#8220; link=&#8220;https:\/\/www.wort.lu\/de\/panorama\/wie-drohnen-im-weinbau-nuetzlich-sein-koennen-609288d1de135b923687a1b3&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][\/vc_section]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Forscherteam will mit Flugrobotern in Remich herausfinden, wie gesund die Weinst\u00f6cke sind und was sie brauchen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3958,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[65],"tags":[],"class_list":["post-3955","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news-de"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.8 - 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